Alle in Braga

Viele Grenzenlos EISERNE sind nach Braga gefahren, um unsere Mannschaft im ersten Auswärtsspiel in der Europa League zu unterstützen. Bekanntlich führten viele Wege nach Rom, so dass viele Unioner sehr individuelle Eindrücke von ihren Reiseerlebnissen hatten.

Unter anderen sind Jan Grobi, Katrin, Sonni und Tom ganz individuell nach Braga gefahren und berichten aus 4 Perspektiven von ihrer Reise.

Da alle Reiseberichte zusammen etwas lang sind könnt ihr hier auch einzeln auswählen, welchen ihr lesen möchtet:

Zuerst stimmt uns Tom auf den Reisebericht ein:

Grenzenlos durch Europa, Primeira Parte

Wenn eena eene Reise tut, denn kanna wat erzählen. Wenn eena eene lange Reise tut, denn kanna lange erzählen und die andern brauchen Zeit.

Wenn aba janz ville, janz ville lange Reisen tun, denn macht euch uff wat jefasst.

Für wenige UnionerInnen begann der erste Europaleagueauswärtsspieltag schon am Dienstag, für einige mehr am Mittwoch. Der Bierverkauf in Porto stieg sicherlich in den letzten zwei Tagen spürbar an. Unioner in der Stadt. Aber für die Mehrheit beginnt sie morgen. Fünf (!) vom Verein subventionierte Fanflieger werden Porto anfliegen. Das ist auf sehr vielen Ebenen ein starkes Zeichen.


Für alle Berichtende, bis auf Sonni, beginnt die Reise am Mittwoch. Grobi packt seinen Koffer, um mit Mara und Conny den Abend nach Paris zu reisen:

Mittwoch morgen, ich packe meinen Koffer (Trolley) für die Reise nach Braga. Viel geschlafen hab ich nicht, momentan is eben eine aufregende Zeit. Ich nehme mir Mittagsschlaf vor. Während meine Frau Irina einschläft, liege ich wach und gehe meine Kofferliste durch – T-Shirts, Schlüpper, Hygieneartikel, ist alles Flug-konform? Welches Feuerzeug, wie viele Zigarettenschachteln? Lieber ein bisschen mehr einpacken.

15:00 Uhr Kaffee trinken, Irina guckt mich an: „Dann geh doch los!“, sagt sie, sie kennt mich gut. Ich kann einfach nicht entspannt warten. Eine Stunde zu früh bin ich mit der Tram M13 unterwegs zur Frankfurter Allee.

Um 16:20 Uhr bin ich auf dem Fernbahnsteig Ostkreuz Gleis 13 mit zwei Bier, die ich mir unterwegs gekauft habe und warte auf Conny und Mara. 40 min später ist Conny da und wir quatschen entspannt während sich jemand für meine leeren Flaschen interessiert. Mara ist noch am Gesundbrunnen, denn der FEX hat +15 (Stellwerksstörung), aber hey, 20:30 ist Abflug, es ist also noch Zeit. Plötzlich eine SMS „Flug erst um 21:20“.

Der FEX ist in Ostkreuz: Wie verabredet steigen Conny und ich ein und treffen Dominik und Mara. Um 18:20 sind wir am BER und gehen erst mal rauchen. Während Dominik sich ein Zeitfenster für die Sicherheitskontrolle gebucht hat verlasse ich mich auf einen Geheimtipp, welcher sich kurz darauf als keiner mehr herausstellt. Immerhin geht es dann aber zügig. Keine Probleme bei mir, Maras Gepäck wird allerdings geöffnet – Sturmfeuerzeug (der Anfängerfehler!) und ein Apfel sind der Aufhänger. Den Apfel kann sie aber behalten. Conny ist dran, auch ihr Rucksack wird kontrolliert, wegen einer Banane. Hinter uns kommt ein junger Mann. Der Security-mann lächelt „Auch eine Banane?“ wir lachen ein bisschen. Der junge Mann guckt verlegen: „Nein, keine Banane – es sieht nur so aus“ Wir müssen weg, sonst pullern wir vor Lachen ein.

19:03 Uhr: Wieder eine SMS „Flug erst um 21:35“. Das kann ja was werden, wir wollten eigentlich in Paris in einem Hotel übernachten und nicht “nur” umsteigen.

Biergenuss am BER

An der “Ständigen Vertretung” treffen wir wieder auf Dominik. Thomas und Christin sind auch da. Wir beschließen was zu essen und trinken Bier. „Ab jetzt wäre ich nicht mehr fahrtüchtig“, denke ich. Abwechselnd gehen die vier Raucher in die Raucherlounge, die praktischer Weise neben Flugsteig B3 ist.

Eine Stunde später wieder eine SMS „Flug erst um 22:00“, egal wird schon. Kurz vorm Boarding um 21:16 Uhr die letzte SMS für heute „Rückflug wegen Streik unsicher“. Conny guckt mich an: „Jan Grobi, wollen wir lieber hierbleiben? Noch wäre es möglich!“ „NEIN!“, antworte ich mit einer Bestimmtheit, die keine Fragen mehr zulässt. Freitagabend wieder in Berlin zu sein, wird damit aber hinfällig. Na ja, ich hab ja Alternativpläne. Conny lächelt: „Alles klar“. Tim Schlappohr hat auch unseren Flug gebucht, wir steigen ein und heben um 22:05 Uhr Richtung Paris ab. Europa, wir kommen!


Während Grobi erst spät am Mittwoch Richtung Paris gestartet ist geht es für Katrin mit Ronny und Nadine früh Richtung Genf und dann weiter nach Porto:

3.20 Uhr, der Wecker klingelt!

Der erste Gedanke: “Man sind wir verrückt! Jaaaa, das sind wir!” Ronny schreibt, wir sind bereits wach. Gut, auf los geht’s los! 3.50 Uhr ab zum Flughafen, mit dem Auto, Wassmannsdorf, in die S – Bahn, schon die ersten heiteren Grüßen: “Eisern!”

Sicherheitscheck und dann ab zum Gate A38

Im Flughafen angekommen, brauche ich erstmal ein kleines Frühstück. Mit einen großen Espresso und einem Croissant warte ich auf Ronny und Nadine, die vom Alexanderplatz mit dem Flex ankommen. Unsere kleine Reisegruppe startet mit Kaffee Plus “43”. PROST! auf eine spannende und lustige Reise.

Ronny, Nadine und Katrin in Genf

Ankunft um 10 Uhr in Genf: wir laufen durch die Stadt, am Hafen und am Wasser lang, mit der Sonne macht das besonders Spaß. Nach 4 Stunden geht es zurück zum Flughafen, heute geht es noch weiter nach Porto.

Um 19 Uhr machen wir uns zu unserer Wohnung auf. Dank Ronny ist alles geplant und gebucht. Die Wohnung liegt weiter oben, sollte sich herausstellen, dass in Porto alles ganz da oben auf dem Berg liegt. Wir haben keine Lust, groß zu verweilen, also Gepäck kurz abgestellt und auf geht es an den Fluss! Da ist schon was los und hier treffen wir bereits auf viele Unioner.

Die Aussicht ist traumhaft, also suchen Wir ein Restaurant, Genießen das Essen, Portwein, Bier und den Blick auf das Treiben und den Fluss “Duoro” herum.

Wir machen noch eine Abschlußrunde und gehen müde vom Tag, in unsere Wohnung. Kaum angekommen, bricht der Regen los und hält bis morgens an. Glück gehabt!


Ebenfalls Tom schafft es bereits am gleichen Tag noch nach Porto:

Mein Tach begann wie schon beim letzten Europapokalausflug nach Haifa schlafarm und früh , wirklich früh. 4:10 am BER, weilse jesacht – is voll, kaum bis keene Leute, komm ma früher. 4:40 am Gate Janzweitweg angekommen. Naja, wenigsten war ick nich alleene.

Auch dies Jahr ist der BER meines Schrittzählers bester Freund. Einen Eistee und 15 Buchseiten später ist auch schon Boarding. Dicht an dicht sitzen mit mir und den anderen UnionerInnen auch ganz konventionelle LondonbesucherInnen. Sachen jibt’s.

Auf geht’s nach …

Schnell noch der traditionelle Ausdruckstanz der Stewardessen, da wir doch schon zum Start rollen. Ein bisschen Schlummern im Flieger und zack biste in Lon… OK Stansted. Weil draußen im britischen Nothing, ist der Aufenthalt im UK extrem kurz. Doof rumsitzen kann ick och vor dem Gate. Klassisch analog ein Buch in der Hand gegen die Langeweile verhindert auch Wegdämmern.

Boarding: Porto, ich komme.

Ja, wie im Flug verging der Flug. Porto unter uns. Dank des kleinen Reisebestecks, also einem Rucksack, welcher unter den Vordersitz passt, kommt man ja schnell an den Passport-check. Na dann sind wa mal modern und benutzen die biometrischen Geräte um schneller durchzukommen.

Was in Stansted noch ein Vorgang von 10-30 Sekunden war, dauert hier mindestens zwei Minuten. Dafür bietet das Gerät etwas mehr Unterhaltung für die dahinter Wartenden. Das Display verändert die Höhe um das Gesicht des Einlass begehrenden Reisenden zu finden. Hat es das gefunden, gescannt und befunden, dass das Abbild im Pass mit der vor ihr stehenden Person identisch ist, macht es eine elegante Drehbewegung und man kann in Portugal eintreten.

Dann dreht es sich in die Ausgangsposition, das Programm wird neu geladen. Dann erst öffnet sich das Törchen für den nächsten. Ihr ahnt es, richtig, am guten alten analogen Menschen besetzten Schalter dauert’s wenige Sekunden.

Weil gefühlt alle eingetragenen Vereinsmitglieder am Taxistand auf Beförderung warten, aber jeweils nur 2 Taxis gleichzeitig dastehen, war die Entscheidung für die Metro / Straßenbahn eine leichte. Doch vor der Fahrt mit öffentlichen Verkehrsmitteln hat ein sehr am Monetären hängender Geist den Ticketkauf gestellt. Auch hier eine lange Schlange, aber ein Mitarbeiter hilft, in dem er einfach alles ungefragt einstellt. Wozu auch fragen, alle wollen ja erstmal in die eine Richtung. Vierzig Minuten Straßenbahnfahrt später bin ich in Trindade. Von dort aus geht es wie mit unserem Verein nur bergauf. In meinem Falle zum Hotel.

Zimmer noch nicht fertig, ganz Union-untypisch verzichte ich auf das angebotene Getränk, aber war eh kein Bier dabei. Aber die 10 Minuten gehen genauso schnell vorbei wie ein Flügellauf von Sheraldo. Rauf ins Zimmer, schnell frischmachen, aber zuvor noch das Zimmermädchen verschrecken, das eine Schlüsselkarte vergessen hatte. Wie viel “sorries” bekommt man in 5 Sekunden unter. Ich sag mal so: mehr als ich zählen kann. Während das Telefon lädt, schaue ich, der Reisekader, dem Reisekadaver (die Queen) bei seiner Aufbahrung zu.

“Burgerrestaurant”

Nun aber wird es Zeit etwas zu essen zu finden, dass bunte G zeigt eine erkleckliche Auswahl in der Nähe an. Die Auswahl wird bei näherer Betrachtung deutlich kleiner. Vor Ort enttarnt sich eines auch als ein Raum mit aufgestellten Automaten. Dann doch das Burgerrestaurant. Hunger und Appetit lassen mich den vermeintlich größten Burger bestellen. Noch ein erstes Bier dazu und irgendwie fühlt es sich jetzt erst wie Auswärtsfahrt an. Obwohl ich den Burger “Fantastico” wie ein Wurf Dackelwelpen verschlungen habe, fühle ich mich in meinem Vorurteil wieder mal bestätigt, dass Burger-Machen nicht wirklich kochen ist. Die nächste Umgebung rund um das Hotel erkunden ergibt, dass die Rua de Santa Catarina, die an ihrem oberen Ende etwas heruntergekommen wirkt, an ihrem unteren ganz passabel bis stellenweise luxuriös wird. Zwischen diesen Erkenntnissen liegen ein Kaffee und Pastel de Nata sowie etwas Superbock.

Vor dem einzigen Regenschauer ins Hotel gelangt, jetzt bloß nicht fest einschlafen. Denn Dominik kommt spät an und hat keinen Schlüssel.


Erst am Donnerstag ging es für unsere Fanflieger-Reisenden los. Sonni muss sehr früh aufstehen:

Unbarmherzig riss der Wecker um 2:20 Uhr Berliner Zeit zwei Unioner am Rande des Wedding aus dem Schlaf – von dem wir nur grob eine Stunde hatten. Ein übermüdeter Start also in diesen Donnerstag, den 15. September 2022. Perfekt für einen Kurztrip nach Portugal. Was tut man nicht alles für den Herzensverein? 

Knapp eine Stunde später wartete das müde Duo dann auch schon am Bahnhof Gesundbrunnen auf den FEX, der uns dem Morgengrauen am BER entgegenbringen sollte – bereits umringt von diversen Unionerinnen und Unionern, von denen doch so einige das Leid einer kurzen bis gar nicht vorhandenen Schlafdauer teilten. Mit Gerstensaft versuchten sich die ersten von ihrer Müdigkeit abzulenken. 

Wartende am Flughafen

Das erste Zwischenziel erreicht, trafen wir sodann auf ein paar zauberhafte Menschen aus der Union-Twitterbubble und einen Grenzenlosen und sicherten uns unsere Plätze in Fanflieger 1. Zweieinhalb Stunden – oder zwei Flaschen Sekt – später ging es endlich los für uns im Fanflieger 1. Nervös und voller Verzückung über die liebevoll angebrachten Sitzschoner im Union-spielt-international-Stil machten wir es uns gemütlich. Die nächsten knapp drei Stunden vergingen wie im Flug (sorry!) – und der Flughafen in Porto empfing uns gegen 11:40 Uhr Ortszeit voller vorfreudiger Unioner. 

Spontan erweiterte sich unser Reisegrüppchen um ein paar weitere Grenzenlose und Twitternde – glücklicherweise auch um Judith, die dank Unterstützung von Mara und Fanbetreuung nach technischem Buchungsfehler doch noch in einem Flugzeug untergebracht werden konnte, bislang aber noch auf eine Eintrittskarte fürs Stadion wartete. Aber was nützt es, sich zu grämen – der Ausflug wollte schließlich genossen werden: Schnell war die Entscheidung getroffen, zu neunt noch ein wenig die Stadt an der Flussmündung zu erkunden und erst später in die Stadt mit dem Stadion zu fahren, das uns alle schon im Vorfeld so faszinierte. Und so zogen wir nach einer Metro-Tour bis Trinidade am Rathaus von Porto, der Banco de Portugal und dem faszinierenden Bahnof São Bento vorbei durch eine hübsche Fußgängerzone inklusive garagentorhohem FCUB-Graffiti bis zum Duero – portugiesisch Douro –, dem fast 900 Kilometer langen Fluss, der nordspanisches Wasser durch Porto bis in den Atlantik leitet.

FCU, FCU in Europa!

Zahlreiche Fotos und ein faszinierend unterirdisches Mittagsmahl später (wer wissen will, welches “Restaurant” in Porto definitiv zu meiden ist, ( auch wenn der Kellner so nett gelächelt hat), gerne bei Judith, Joachim oder Sonni melden!) entschlossen wir uns, den erlebten kulinarischen Griff ins Klo mit einem Spaziergang am Fluss bis zum Bahnhof Campanhã wettzumachen – und der sollte sich trotz zwischenzeitiger Flüche diverser Gruppenmitglieder lohnen!

Ponte Dom Luís I

An der beeindruckenden historischen Fachwerk-Bogenbrücke Ponte Luís – übrigens der zweitältesten noch stehenden Brücke, die Porto mit der Nachbarstadt Vila Nova de Gaia verbindet – vorbei ging es also einen guten Teil der langen Avenida Gustavo Eiffel direkt am Fluss entlang. Vereinzelt kamen uns auf dem Weg unter der jüngsten Brücke Portos, der ebenfalls beeindruckenden Ponte do Infante ein paar Eiserne entgegen. Bis fast zur ältesten Brücke der Stadt, der Ponte Maria Pia, ging es in entspanntem Tempo und äußerst steigungsarm, bis ein nicht näher zu nennendes Gruppenmitglied den folgenschweren Satz äußerte, einen stillgelegten Tunnel am Berg gerne näher begutachten zu wollen – zumindest irgendwann einmal. Mit dem Enthusiasmus ihrer Mitreisenden hatte sie jedoch nicht gerechnet. Und so wurde kurzerhand eine Treppe entdeckt, die uns den steilen Berg hochführen sollte. “Wir gehen da jetzt hoch!” Ein Abenteuer begann. 

Unzählige, mitunter glitschige Stufen führten uns durch einen atemberaubenden Dschungel, an Ruinen vorbei bis auf ein Plateau, das uns dem Tunnel der stillgelegten Eisenbahnstrecke näher brachte. Die Zeit trieb uns aber weiter – und der Weg, so hofften wir zumindest, sollte uns irgendwie zum Zielbahnhof führen. Also ging es schwitzend weitere Stufen hinauf, die einfach kein Ende fanden. Die Anstrengung aber wurde mit unglaublichen Eindrücken wieder wettgemacht. An Ruinen vorbei und durch einen Brückenbogen mitten im Berg fanden wir uns schließlich in den Gassen des Viertels Fontaínhas wieder.

An einem weiteren – diesmal eher schlichten – FCU-Graffiti vorbei konnten einige von uns schließlich das kulinarische Highlight der Reise genießen: Pasteis de nata – kleine für Portugal typische Blätterteigtörtchen mit einer Puddingcreme.

Am Bahnhof angekommen überbrückten wir die Wartezeit bis zur Zugabfahrt noch mit der unbedingt zu empfehlenden Getränke-Kombination Milchkaffee (Galão) und Bier, bis uns ein Zug voller Unioner schließlich ins etwa eine Stunde entfernte Braga brachte. 

In Braga begrüßte uns gegen 16:20 Uhr ein Wetterchen vom Feinsten! Weit und breit nichts vom zuvor angekündigten Dauerregen zu sehen, schwitzten wir uns vom Bahnhof durch den Arco da Porta Nova und eine süße Fußgängerzone entlang am bunt blühenden Jardim de Santa Barbara vorbei bis zum in Rot und vor allem Weiß getauchten Treffpunkt am Praça Conde de Agrolongo – wo uns auch schon eine ganze Horde Grenzenloser freudig mit sehr kleinen Fläschchen des portugiesischen Super Bock erwartete.

Das Kölsch von Braga

Katrin, Tom und Co. sind gut in Porto angekommen und Sonni hat Braga erreicht. Für die Reisegruppe um Grobi geht es nun am Donnerstag mit einer Reihe von schlechten Nachrichten weiter:

Donnerstag – 0:00 Uhr Paris! Ich schalte den Flugmodus aus und schreibe Irina. Wieder eine SMS von Air France „Flug AF1534 fällt aus“ (Der Rückflug!), wir suchen den Air France Schalter am Terminal und finden nur einen netten Mitarbeiter, der tatsächlich Englisch spricht. Er erklärt uns, dass wir alle Umbuchungen via SMS erhalten und er wird recht behalten. Also ab zum Taxistand, das ist in Paris nicht so wie am BER, aber wir bekommen um 0:37 Uhr ein Taxi, das uns zum Hotel Premiere Classe Roissy Aeroport bringt. Die Frauen bestellen gleich die Rückfahrt und gehen duschen, während ich schlaftrunkend in mein Hochbett krabbele und noch den Wecker auf 4:20 Uhr stelle.

Meine Uhr weckt mich pünktlich und lautlos (durch vibrieren – tolle Erfindung), ich stürze ins Bad oder besser in die 1m² große Zelle, die sich so nennt. Zähne putzen, pullern und ab ins Bett in die Dusche, anziehen! Die Frauen werden wach, ich gehe unten rauchen. Meine Uhr teilt mir mit, dass ich 3 Stunden geschlafen habe, NA UND – EUROPAPOKAL! Um 5:06 bringt uns das Taxi zum Flughafen, keine Probleme mit der Sicherheit und pünktlich um 7:13 Uhr Abflug Richtung Porto, dass wir nach 50 Minuten erreichen (die Flugzeit betrug ca. 2 Stunden, die Zeit ergibt sich durch die Zeitumstellung).

Dort überlegen wir, wie wir weitermachen, Metro oder Taxi? Es wird letzteres, wir fahren um 9 direkt zum Hotel Solar Sao Gabriel und warten auf Jette, die schon vor ein paar Tagen angekommen war. Zu viert frühstücken wir eine Kleinigkeit in einem Cafe auf dem Weg zum Bahnhof Porto. Wir kaufen Tickets für den Zug und treffen Tim Schlappohr wieder. Um 11:50 fahren wir zu fünft mit der S-Bahn nach Braga, eine sehenswerte Strecke mit toller Landschaft. Portugal ist tatsächlich sehr schön. Wir unterhalten uns über dies und das – plötzlich ruft ein mitreisender Unioner: „Jetzt muss ich mir doch mal das Gesicht anschauen zu der Stimme, die ich ausm Podcast kenne.“ Er dreht sich um und ich freue mich über ein bisschen Fame.

Nach einer Stunde sind wir in Braga, kaufen und haben Super Bock und treffen Sergej und Michi aus unserem Fanclub. Die Suche nach einem Restaurant ist recht einfach, auf dem Weg zum Fantreff sind unzählige. Und überall sitzen Eiserne in weißen Klamotten.

Gegen halb zwei sind wir dann auch endlich am Fantreff, wo lauter bekannte Gesichter zu sehen sind. Sebastian vom Textilvergehen übergibt mir eine Schraube für mein Headset und ich gebe den Jungs von der Alte Podcasterei ein „Interview“. Es gibt kaum noch kaltes Bier rund um den Platz (und warmes schmeckt mir nicht). Carsten versucht im Fischladen Eis zu bekommen, klappt natürlich nicht!

Rund ums Spiel

Um 16:30 verlassen wir das Treffen und laufen die 3,0 km bergab zum Stadion. Unterwegs besorge ich mir und Carsten ein sogenanntes Opferfeuerzeug für die Einlasskontrolle (das Union-Feuerzeug wird gut versteckt). Eine knappe Stunde gehts durch lauter Gegend, wir sind um 17:40 viel zu früh an Stadion und nutzen die Zeit bis zum Einlass, welcher um 18:15 begann das massive Tor mit Stickern zu verschönern.

Sticker am Tor

Das Tor öffnet sich und ich bin nach einer flüchtigen Kontrolle hinter Dennis auf dem Weg ins Stadioninnere – unzählige Stufen müssen bestiegen werden. Ich bin völlig außer Atem, da fragt mich Dennis: „Grobi, dir ist es wichtig Erster zu werden?“ Ich nicke, Luft zum Antworten habe ich nicht. Er schon: „Okay, dann mach dein Foto und poste, ich besorg dir ein Bier.“ Nur Liebe für diesen Mann!!!! Während ich das alkoholfreie Bier trinke, erreicht mich erneut eine SMS „Flug KL1823 fällt aus“. Damit ist auch der zweite Ersatzflug gestrichen und mit ihm mein Plan, am Samstag zum Geburtstag meines Vaters und aufs BVG-Mitarbeiterfest zu gehen, hinfällig. Ein wenig trifft mich und meine Laune diese Nachricht. Aber Meckern hilft nicht – Neues Ziel: Sonntag 15:30 Alte Försterei! Das muss ich schaffen.

Die Architektur des Stadions ist einzigartig, die Stimmung der Heimgäste dagegen kennt man aus München und Dortmund und den Stadionsprecherclown aus Salzburg-Nord in der Portugalversion. Zum Spiel ist alles schon gesagt. Nach dem Spiel mussten wir noch 45 Minuten ohne Essen/Trinken und Klo im Stadion ausharren. Ich bin genervt. Mara fragt mich, ob ich einverstanden bin mit dem Taxi direkt zum Hotel in Porto zu fahren und sagt mir natürlich auch schon den Maximalpreis. Ich bin sehr einverstanden. So fahren wir vom Ausgangs des Stadions direkt nach Porto und kommen so kurz vor Mitternacht ins Hotel.


Während Grobi sich mit den Planänderungen für die Rückreise teils abgefunden hat, startet auch Katrin plus Anhang nur bergauf nach Braga zum Spiel:

Donnerstag 15.09.2022 – Spieltag

Ronny kommt mit Kaffee, zum Aufwachen und der Regen verschwindet endlich. Wir machen uns auf den Weg, nicht sehr weit gekommen, da entdecken wir eine kleine Bäckerei. Zum Frühstück, man kann sich nicht entscheiden, es duftet sooo lecker und sieht auch toll aus.

Nichts geht über einen guten Start in den Tag, zum Glück. Nachdem jeder 2 leckere Teile und 2 Kaffee/ Espresso genossen hat geht es durch Porto, immer Richtung Busbahnhof. Scheint alles auf einem hohen Berg zu liegen… steil geht es hoch und wenn wir dachten:”Geschafft!” Denkste! hohe Stufen führen immer höher hinauf.

Wir sind total geschafft und freuen uns einfach nur, am Busbahnhof zu sein. Unsere Gruppe schreibt aus Braga, gibt kein Bier mehr also decken wir uns am Kiosk noch ein.

Immer mehr Unioner treffen ein und um 14 Uhr geht es los! Schlafen und Ruhen, zack sind wir in Braga und die Bubble ist bereits sehr aufgeregt. 30 min warten auf die Übergabe der Wohnung. Verabreden uns am Treffpunkt und bestellen unsere Shirts! Und endlich sind wir am Platz und freuen uns! Alle sind da, auch Jette und Tim Schlappohr. Immer wieder schön, nicht nur zu schreiben, sonders ein Gesicht zu unseren Unionern zu haben.

Ich fühle mich, wie in einem Bienenvolk, welches so aufgeregt und fröhlich ist, Juchu! Man, wer hätte das am Anfang der Saison sich so vorgestellt!? Freudentränen in den Augen. Eigentlich wollen wir ein Foto machen!? Nö, alle wollen erst einmal los! Beim Einlass wird es sicher eng und dauern!

Auf dem Weg zum Stadion

So treten wir wieder einen Marsch, immer den Berg hoch, an. Immer weiter durch enge Gassen, am kleinen Eisladen vorbei und wieder auf breiter Strasse hoch, bis wir endlich den imponierenden Betonbau im Felsen sehen.

Einlass erfolgt sehr langsam, 5 Mann sperren ab und lassen nur Schwungweise die Nächsten weiter. Alle freundlich, ruhig und aufmerksam. Und dann geht es viele hohe Stufen nach oben. Wir versuchen uns alle mit Getränken zu bestücken, etwas kleines zu Essen und dann geht es zusammen in den Block. Das Stadion ist schon imposant, die Musik grauenvoll und viel zu laut! Was ist mit dem Stadionsprecher, hat er was am Ohr? Immer nur am Brüllen und keine Ohrstöpsel dabei. Im Heimblock spielen sie Bingo oder so was ähnliches und es gibt Klatschpappen!? Unser Banner hängt!

Situation am Eingang (noch ohne dritte Kette)

Wir ziehen noch mal weiter hoch im Block, damit auch alle jeweiligen Gruppen zusammen bleiben können. Ist aber auch egal, denn wir dürfen uns eh nur in unserem Käfig bewegen. Spielstart pünktlich, unser Block schweigt, denn immer noch sind nicht alle im Stadion. War wohl zu viel für den Einlass.

Nach ca. 15 min geht es los, die Spieler und wir geben alles! Es ist eine Umstellung, hier kannste schreien, was de willst, keiner hört es auf dem Spielfeld. Ein mega Sonnenuntergang bringt tolles Licht in den Block! Der Schiedsrichter pfeift etwas, was nicht da ist oder wir nicht sehen können, egal wir schießen kein Tor.

Zum Anpfiff der 2. Halbzeit gibt es dann von uns eine Choreo. Wir sehen nichts, aber es wirkt ganz toll: Luftballon’s und großes Konfetti fliegt. Unser Gesang soll die Mannschaft anpeitschen, aber es will nicht gelingen. In der 77 min geht dann auch noch Sporting Braga in Führung. Egal, weiter, immer weiter!

1:0 ist dann schlussendlich der Endstand, wir sollen noch 20/30 min im Block bleiben heißt es in einer Stadion-Ansage auf deutsch. Das beinhaltete das keiner aus dem Block auf die Toilette oder zum Getränkestand durfte.

Die Mannschaft kommt geknickt zu uns, wir singen, wie immer, aber es tröstet wohl nicht. Die Zeit verrinnt und wir müssen weiter bleiben (40min nach Spiel) es wird unruhig, alle wollen endlich los. Von den Heimfan’s ist nichts mehr zu sehen und trotzdem gibt es keine Freigabe zum gehen. Endlich nach einer Stunde dürfen wir raus, nachdem es bereits Gedränge an den Zauntoren gab.

“Treffpunkt: Draußen am Banner!”

Die Busse für die Unionflieger sehen wir bereits von oben. Das Banner “Grenzenlos Eisern” wird noch einmal kurz am Ausgang zur Orientierung aufgehängt. Somit finden sich alle nach und nach am Ausgang ein. Abschied … der größere Schwung steigt in die Busse. Ein Teil fährt mit dem Taxi nach Porto zurück und wir laufen in die Stadt (mit Stop am ersten Imbiss, um Bier und Wasser zu kaufen) auf der Suche nach einem Restaurant.

Wir beenden den Abend, in einem “Jazzclub” werden mit Klavier empfangen. Zu 10t bestellen wir den besten veganen Burger und ein paar Kleinigkeiten, trinken Wein, Cocktails oder Bier. So lässt es sich leben, den Abend auswerten und auch ausklingen.

Gegen 2 Uhr sind wir im Bett und echt kaputt.


Sonni beschreibt den Donnerstag nachmittag inklusive Spiel so:

Viel gab es zu berichten über die verschiedensten abenteuerlichen Anreisewege aller Anwesenden. Mit viel Einsatz wurde auch hier noch versucht, Judiths noch fehlende Eintrittskarte fürs Spiel zu organisieren. Ich bin immer noch begeistert, wie tiefenentspannt sie sich in dieser Situation zeigte und ziehe meinen Hut! Mit weißen Auswärtsshirts ausgestattet, machte sich ein Teil des Trupps dann – glücklicherweise – auf, das Ziel des Tages zu suchen: das Estádio Municipal de Braga, das eingebettet in ein Felsmassiv das Herz aller Stadioneuphoriker:innen zum Klopfen brachte. Der Weg war auch hier wieder steinig, abenteuerlich und länger als gedacht, führte uns aber durch interessante Wohnviertel und an kleinen Weinhängen vorbei, bis sich endlich eine der beiden eindrucksvollen Tribünen in Sichtweite kam. Union spielt in Europa – spätestens jetzt wurde es uns allen wieder voll bewusst! 

Die letzten Schritte brachten uns vor das noch verschlossene Tor, das kurzerhand mit verschiedensten Stickern aufgehübscht wurde – bis man schließlich Erbarmen hatte und uns auf den nicht vorhandenen Weg, der eigentlich eine Wiese war, bis zu den zahlenmäßig stark unterlegenen Ordnern in voller Kampfmontur vorließ. Ein Glück, dass es im Blut der Grenzenlosen liegt, möglichst früh (oder als Erster im Falle von Jan Grobi) im Stadion zu sein. Denn die Einlasssituation sollte später noch dazu führen, dass zahlreiche Gästefans den Anstoß verpassten und wir den Support erst rund zehn Minuten nach Spielbeginn und mit nur einem Megafon aufnahmen.

Gruppenphoto mit Fahne

Bis es soweit war, versorgten wir uns  noch an den für 2.600 Unionerinnen und Unioner eingeplanten zwei (in Zahlen: 2) Bier- und Essensständen mit unterirdisch schlechtem alkoholfreien Gesöff, das selbst das alkoholfreie Bier im Wohnzimmer in den Schatten stellt und ähnlich enttäuschenden Hotdogs, bis wir uns endlich unseren Platz für den Abend etwas näher ansehen konnten. Kurzerhand tauschten die vier von uns, die Plätze im “VIP-Bereich” A12 hatten, diese mit viel schöneren Plätzen in A11 inmitten der gesamten Reisetruppe Grenzenlos/Twitter und diverse Gruppenfotos entstanden – inklusive einer glücklichen, mit gültiger Eintrittskarte ausgestatteten Judith. Ballons wurden aufgepustet, Konfetti verteilt – und interessante Entdeckungen über die Architektur des Stadions gemacht:

So schmiegen sich Spielfeld und Tribünen auf der einen Seite recht nah an den bereits angesprochenen Felsen, während die andere Seite ähnlich nah den Blick über Bäume und Büsche hinweg auf Braga freigibt. Viel Platz ist da nicht, weshalb die beiden Trainingstore, die bis kurz vor Spielbeginn noch auf dem Spielfeld standen, kurz später in den schmalen, praktischerweise genau torbreiten Nischen neben der gegenüberliegenden Tribüne gefunden werden konnten. Ausgefuchst! 

EISERNer Sonnenuntergang

Zahlreiche Bilder von der uns einen Sonnenuntergang bescherenden Wahnsinns-Aussicht und viel Jubel für unsere Spieler später ging es dann endlich los, unser erstes Auswärtsspiel in der Europa League! Bundesliga-Spitzenreiter (!!!) gegen den Zweiten der Primeira Liga, dessen Fans allerdings eine eher löchrige Choreo zum Besten geben. Besser aufgestellt war man auf dem Spielfeld. Die Gastgeber in Rot-Weiß, Union in Sitzmuster-Schwarz (die Verfasserin dieser Zeilen entschuldigt sich bei allen, die das Trikot mögen ;)). Auf eine genaue Spielanalyse verzichte ich hier aus Blutdruck-Gründen, jedoch bin ich der vollen Überzeugung, dass a) die Tore im Estadio Municipal irgendwie kleiner sein müssen als normale Tore, b) der Stadionsprecher unsere Jungs mit seinen viel zu lauten Ansagen verwirrt haben muss und c) der Schiedsrichter diesen Job bitte nie, nie, nie wieder machen soll. Letzteres kann gerne in die Felswand am Stadion gemeißelt werden. Ich spreche mich außerdem für ein weltweites Klatschpappenverbot aus.

Ich bin immer wieder froh darüber, dass wir als Unioner keine Tormusik brauchen – und war nicht nur aus diesem Grund froh, dass es bei dem einen ohrenbetäubenden Mal blieb, während uns der Stadionsprecher zigmal den Namen seiner Stadt in die Gehörgänge brüllte. Habt doch Erbarmen!

Selbstverständlich gab es während des Spiels auch wahnsinnig schöne Momente, etwa einen ganz in rotes Licht getauchten Gästeblock, und diese Freude über die ganze irrwitzige Reiseaktion, die alle um uns herum ausstrahlten. Und so war zumindest ich überraschend ruhig, als aus den angekündigten 20-30 Minuten Blocksperre doch mehr als 60 wurden, die wir im Gästeblock ohne Wasser und Toilettenzugang ausharren mussten. Als es dann irgendwann weiter vorne brannte, weil der Zorn mit jemandem durchgegangen ist. 

Busse warten auf die Fanflieger-Reisenden

Wenig überraschend und glücklicherweise war die Organisation von Vereins- und Fanbetreuungsseite aber so gut, dass bereits zahlreiche Busse am Stadion bereitstanden, um jene zum Flughafen Porto zurückzubringen, die das Angebot Fanflieger angenommen hatten. Also verabschiedete sich unsere Reisegruppe von den Grenzenlosen, die in Braga Quartier bezogen hatten und machte sich auf den Weg zurück.


Auch Tom hat es nach seiner Landung in Porto geschafft und wartet auf Dominik am Donnerstag morgen im Hotel. Am nächsten Tag geht es für die beiden nach Braga zum Treffpunkt:

15.9.22, 1:00 Uhr, Porto

Ein Taxi hält vor dem Hotel. Dominik kommt an. Damit ist auch diese Teilgruppe unserer Grenzenlosen Reisegruppe vollständig.

9:00 Uhr. Nach einem recht opulenten Frühstück in dem recht noblen Hotel suchen wir uns die Verbindung nach Braga heraus. Wieder landen wir vor einem Ticketautomaten, dessen Funktionsvielfalt wir erst am Freitag, dank unseres Fanclub eigenen Verkehrsexperten Dennis, so richtig verstehen werden. Aber mit dieser Unwissenheit sind wir wie die Schlangen vor den Automaten nicht ganz allein.

Auf dem Bahnsteig

An der Estacio Campanho finden wir nach kurzer Verwirrung und längerem Gang den Bahnhof samt seinem Fahrkartenschalter. Mittlerweile zu dritt entscheiden wir uns für die schnelle Reise mit dem Alfa pendelico, einem Schnellzug. Diese Neigetechnik ist schon eine ziemlich coole Sache. Eine knappe halbe Stunde Fahrtzeit lassen uns früher in Braga ankommen als vorgesehen. Also laufen wir zum Hotel und entdecken schon auf den ersten flüchtigen Blick, die Schönheit von Braga. Dabei entsteht auch der Vorsatz, sich am Freitag einer Stadtführung anzuschließen.

Praktischer Weise liegt das Hotel an dem Platz, wo sich alle UnionerInnen treffen und die T-Shirts verkauft werden. Dort treffen wir neben vielen anderen auf die nächsten Grenzenlosen. Erste Biere stehen schon auf den Tischen. Dem wollen wir nicht nachstehen. Aber wie das so ist wenn die Unionerdichte hoch ist, kurz bevor ich an der Reihe bin, macht der Barkeeper gestisch klar, dass das Fassbier alle ist. Was erst wie eine Enttäuschung daherkommt, erweist sich als Glücksfall. Vom Fass gab es nämlich Heineken. Super Bock in Flaschen ist da eindeutig die bessere Wahl.

Super Bock am Treffpunkt

Da der Tag ein langer werden wird und auch der Bierkonsum nicht geringer scheint Mittagessen eine gute Idee zu sein. Die Essenswilligen sammeln sich und suchen zeitgemäß nach Empfehlungen. Für das ausgewählte San Augusto ist bei Ankuft unsere Gruppe eine zu große geworden, so ziehen wir weiter und landen in einem Burgerbistro. Aus dessen mehreren draußen aufgestellten Tischen machen wir einen großen. Burger sind jetzt noch nicht so richtig portugiesisch. Aber was soll’s – erstmal sind wir wegen Union da und nicht wegen der Kulinarik.

Halbwegs gesättigt kehren wir zu dem Treffpunkt zurück, wo die Szene schon die T-shirts verkauft. Endlich sind wir auch textil als Reisekader erkennbar. Der grenzenlose Mob wird auch größer. Mittlerweile ist es ganz schön warm. Der Bierkonsum steigt – ein bisschen Konterwasser kann da nicht schaden. So vergeht die Zeit. In Vorahnung, dass wenn man mit dem ganzen fanmarschierenden Haufen ankommt, der Einlass langwierig wird, beschließen wir eine halbe Stunde vorher loszugehen. Google-oder Apple-Maps hat für uns die romantische Strecke herausgesucht.

Wir laufen durch Wohngebiete steile Pfade hinunter. Und uns schwant, dass wir auf dem Rückweg das Ganze wieder hinauf müssen. Aber erstmal kommen wir an dem beeindruckenden Estadio Municipal de Braga an. Schön würde mir als Beschreibung nicht einfallen, aber beeindruckend und einzigartig trifft es ganz gut. Die Einlasssituation erfüllte wohl europäische Standards. Als erste waren wir zwar binnen 10 Minuten drin, aber wir sahen uns bestätigt, da man ahnen konnte, dass die auch schon zu diesem Zeitpunkt vorgenommenen Separierungen zu langwierigen Kontrollen und damit verspätetem im Stadion führen würden.

“Choreo” der SC Braga Fans

Das Publikum in Braga kann von unserem Blickpunkt aus betrachtet, nur als Operettenpublikum bezeichnet werden. Ob es so etwas wie eine aktive Fanszene gibt, lässt sich nicht genau sagen. Jedenfalls nicht auf der uns gegenüberliegende Tribüne. Vom Unterrang der unsrigen Tribüne schalt es ab und zu mal lauter nach oben, was irgendwie organisierter klang als die Pappklatschenbegeisterung auf der anderen Seite des Stadions. Zum Spiel sollen sich die fachlich Berufeneren äußern. Ich fand Union nicht schlecht, nur nicht erfolgreich.

Nach dem Spiel schien es keinen irgendwie organisierten Abtransport für die individual angereisten Fans gegeben zu haben. Es gab einige Taxis vor dem Stadion. Was wir vor dem Spiel hinunter liefen, bot uns jetzt die Chance eine kleine Bergetappe zu bewältigen. Je nach Erschöpfungsgrad endete der Abend für einige gleich Hotelzimmer. Andere nahmen noch den Umweg über einige alkohol-ausschenkende Lokalitäten.


Sonni fährt mit den Bussen von Union zurück zu den Fanfliegern nach Porto und Katrin bleibt also in Braga. Grobi ist nach Porto mit dem Taxi ins Hotel gefahren. Der nächste Tag gestaltet sich bei Ihm so:

Freitag -Wir verabschieden Jette, die mit Conny um 5:45 zum Flughafen muss, wenigstens Connys Flüge gehen nach Plan. Natürlich ist auch für mich nicht an ausschlafen zu denken, so leise kann niemand sein, dass ich nicht wach werde vom Reisefertig-machen. Tja, das Hotelzimmer ist geräumig und hat sogar ein Bidet \o/ (Details könnt ihr euch denken). Mara wird wach, wir gehen im Hotel frühstücken, es ist zwar nicht üppig, aber man kann sitzen und rauchen. Wir besprechen den Tagesablauf. Wir brauchen für den Tag mehr in Porto noch Zigaretten und Hygieneartikel. (Ich muss mich am Tag vor einem Unionspiel rasieren – so abergläubisch bin ich! Nachher bin ich noch schuld, wenn wir die Tabellenführung verspielen???)

Katrin, Nadine und Ronny haben uns ihre Ferienwohnung für die unplanmäßige Nacht zum Mitnutzen angeboten – wie Unioner eben sind, jeder hilft jedem. Um 10:38 Uhr checken wir aus, kaufen ein und setzen uns in ein Restaurant zum Biertrinken. Das erste Mal nach dem BER wieder mehr Bier als die StVO erlaubt! Wir reden viel miteinander, bekommen Hunger, Essen was, bezahlen und machen uns nach 4,5 Stunden Gelage auf zu Ronnys Ferienwohnung, die drei sind ja gestern in Braga geblieben und planen zu ca. 17:00 da zu sein. Der Plan geht auf! Danke nochmal an dieser Stelle. Wenig später ziehen wir noch zu fünft los runter zum Hafen, wo wir gegen 19:00 ein Restaurant und immer mehr gestrandete Unioner finden. Erst zwei Tische und schließlich noch ein dritter werden zusammengeschoben. Bis ca. 0:00 sitzen wir und trinken entweder Bier oder Portwein.


Einen Tag nach dem Spiel steht Katrin in Braga auf, fährt nach Porto und genießt die Stadt:

Freitag 16.09.2022

Wir werden von der Sonne geweckt und setzen uns auf den Balkon, top Sicht, wenn auch einige Wolken tief hängen. Nach einem Frühstück um die Ecke laufen wir durch Braga, das Wetter ist ein Traum! Es gibt schöne alte Häuser, Kirchen und kleine hübsche Sehenswürdigkeiten zu sehen.

In einer Fußgängerzone treffen wir Michi und Sergej, verweilen mit Kaffee und Wein, bei lustigen Geschichten. Ich fand es sehr entspannend. Um 15 Uhr fährt unser Flixbus nach Porto und so ziehen wir los.

Mit Mara und JanGrobi treffen wir uns um 17 Uhr an unserer neuen Whg. Zum Glück ist die schön groß und so können die 2 nach Umbuchungschaos, durch den Pilotenstreit, auch bei uns schlafen.

Abendessen in Braga

Zu 5t laufen wir zum Fluß, treffen Julius und suchen ein Lokal, gegen unseren Hunger! Wir werden fündig und nach einer Weile gesellen sich Dominik, Dennis, Tim und Tom dazu. Also wieder zu 10t! Genießen die Straßen – Musik, Wein und Bier. Es ist ein lustiger und entspannter Abend. Um 0 Uhr geht es ins Bett, das Taxi kommt um 4.45 Uhr!


Sonni fährt in einem von den 30 Bussen nach Porto, verbrachte die Nacht auf Flughafen und schaffte es zuerst nach Hause:

Bei gefühlten -20 °C im Bus mit offenem Dach und Klimaanlage am Anschlag waren wir froh, als uns die nächtliche Außentemperatur Portos wieder langsam aufwärmte. Nun galt es also noch die Stunden bis zum Flug zu überbrücken, was auf dem harten Granitboden durchaus eine Herausforderung war. Irgendwie schaffte es die eine oder der andere von uns dann doch noch, ein paar Minuten Schlaf unterzubringen (und den gesamten Flughafen wachzuschnarchen). Auch hier gebührt der Fanbetreuung erneut ein Dank – sie wurden nicht müde, durch den Flughafen zu ziehen, Hilfe anzubieten und alle über kurzfristig wild geänderte Checkin- und Flugzeiten zu informieren. Zwischen Check-in und Boarding löste sich unsere Gruppe dann langsam wieder auf – aber in dem beruhigenden Wissen, dass man sich schon am Sonntag in unserem Wohnzimmer wiedersehen würde.

Übrig blieben die fünf, die am Morgen des Vortages gemeinsam Flieger 1 betreten hatten. Der stand wieder an Ort und Stelle und empfing uns mit ebenjener Crew, die uns bereits auf dem Hinflug sicher nach Porto geleitet hatte – und die sich ähnlich genervt-verzweifelt von den Auswirkungen eines Fluglotsenstreiks in Frankreich zeigten, der unseren für 7 Uhr geplanten Abflug auf unbestimmte Zeit verzögern sollte. 

Nach rund einer Stunde am Boden und ersten Gerüchten über Startzeiten nach 17 Uhr erfreute uns unser Captain dann aber doch mit den erlösenden Worten: “Wir haben die Startfreigabe!” – und gegen 8:30 Uhr ging es dann los.

Mit Rückenwind flogen 400 Unionerinnen und Unioner müde und wesentlich stiller als beim Hinflug also zurück in die Mutterstadt, die wir gegen 12 Uhr erreichten – mit zahlreichen Eindrücken und Erinnerungen im Gepäck und großer Dankbarkeit gegenüber unserem Verein und den großartigen Menschen von der Fanbetreuung, die während des gesamten Trips ständig gefordert waren, jegliche Probleme aber mit Bravour und vollem Einsatz zu lösen wussten. Da kann man nicht laut genug klatschen – auch ohne Klatschpappen. 

So gingen wir also unserer Wege, in der festen Überzeugung, dass unsere Jungs die bittere Niederlage bis zum kommenden Sonntag weggesteckt haben und dem Ziel Klassenerhalt gestärkt weiter entgegen schreiten werden.


Ebenfalls am Freitag steht Tom ganz entspannt in Braga auf, genießt die Stadt um dann weiter nach Porto zu gelangen:

16.9.22 Braga am Morgen

Braga im Nebel

Am nächsten Morgen zeigt sich Braga etwas diesig, wie das eben so in den Bergen ist. Aber schon auf dem Weg zu einem Frühstückscafé klart es auf und es wird für einen Mitteleuropäer angenehm warm. Eine heiße Schokolade und ein Americano sowie herzhaftes Gebäck sind unser Frühstück. In einer Runde durch die Altstadt treiben wir dem Treffpunkt für Stadtführungen entgegen. Nach kurzer Wartezeit geht’s los. Unterwegs treffen wir immer wieder auf sich in den Cafés erholende UnionerInnen.

Hier einige Fakten: Braga ist eine der ältesten portugiesischen Städte. Mit der ältesten Kathedrale Portugals, die älter als Portugal selbst ist. Nach dem Untergang des Römischen Reiches siedelten hier die Sueben (!) Als Berliner wirste die auch nicht los. Zischt mal ein bisschen bei Sueben und ihr wisst, was ich meine. Braga entwickelte sich zu einem Zentrum des portugiesischen Katholizismus’. Noch heute gibt es im Stadtzentrum 49 aktive Kirchen. Ich habe mich gefragt, ob wir in Berlin insgesamt auf diese Zahl kommen. Sie empfinden eine tiefe Rivalität mit dem spanischen Santiago de Compostela, weil die ihnen den Rang bei den Pilgern abgelaufen haben. Wohl auch mit nicht ganz lauteren Mitteln. Hingegen nehmen sie die Rivalität mit Guimaraes nicht ernst, weil zu unbedeutend als Stadt für einen Brager.

Aus der Runde der Stadtgeführten heraus bildet sich eine Viererbande, die sich noch mal ins San Augusto wagen will und diesmal sind wir als Gruppe klein genug, um Platz zu finden. Leute, solltet ihr jemals noch mal nach Braga kommen, nehmt das, was der Kellner empfiehlt und den weißen Wein des Hauses. Ihr werdet glücklich wieder hinausgehen. Wir schmilzen zu einem Trio und begeben uns zum Bahnhof. Diesmal nehmen wir den regionalen Zug, der an der jeder Station hält und länger braucht. Dafür aber auch einen vorbeiziehenden Blick in die nord-portugiesische Landschaft und die Bahnhofsarchitektur kleinerer Orte bietet.

Tom und der Sonnenuntergang

In Porto angekommen, treffen wir Dennis wieder. Wir verteilen unser Gepäck auf die jeweiligen Hotels. Bekommen von Dennis einen Einblick in die Feinheiten der Ticketautomaten und eine sehr schöne Stadtführung mit Bahnhofsbesuch, Straßenbahnfahrt über die Brücke nach Gaia und einem Sonnenuntergang allererster Güte. Auf der Portoer Seite des Flusses treffen wir wieder mit einigen unserer Grenzenlosen Reisegruppe zusammen, von denen einige streikbedingt gestrandet sind. Porto ohne Portwein geht natürlich gar nicht. Unter dem Motto “Wir trinken rot, wir trinken weiß…” haben wir beides ausprobiert. Persönlich würde ich den Weißen vorziehen. Nun ja, wir hatten ja auch weiße Mottoshirts.

Dank des vernünftigen, vielleicht auch nur müden Dominik verlassen wir die Runde irgendwann Richtung Hotel.


Grobi tritt die Heimreise über mehrere Stationen an:

Samstag – Da Katrin, Nadine und Ronny schon um 4:45 zum Flughafen müssen, klären wir alles noch schnell zum Thema auschecken und ab ins Bett. Auch diesmal werde ich wach, 4:45 – menno! Ich suche die in Ferienwohnungen üblichen Utensilien, finde Wasserkocher und Kaffeepulverreste, gehe mich ausgiebig duschen und rasieren. Mara wird gegen halb acht wach und bestellt ein Taxi zu halb neun. Es ist pünktlich, aber der von Ronny empfohlene Bäcker hat zu.

Hungrig geht’s zum Flughafen, ich brauch noch Bordtickets, weil ich mit Air Europa über Madrid nach Frankfurt muss (CL-Tour) und man die nicht online bekommt. Die Schlange ist ewig lang und der Schalter noch geschlossen, Mara muss ihren Flug nach Amsterdam bekommen – wir verabschieden uns. Ab jetzt hab ich niemanden mehr, der verständlich Englisch spricht. Der Schalter öffnet und ich bin 30 Minuten vorm offiziellen Abflug an der Reihe.

Die Flughafenangestellte teilt mir mit, dass ich (warum auch immer) 30 € bezahlen soll. Mir ist schon alles egal, ich zücke die Kreditkarte. Natürlich kann ich nicht an Ort und Stelle bezahlen, sondern muss quer durch den Flughafen zur Kasse, wenigstens darf ich danach für die Aushändigung der Bordkarte vorne ran. An der Kasse sitzt eine Frau, die mich an Flash aus Zoomania erinnert, nur ist sie noch langsamer. Zurück zum Ticketschalter und ab durch die Sicherheit! „ultimative last call“ steht am Monitor und ich sitze im Flieger, setze mir Kopfhörer auf und will „Textilvergehen“ hören. Schwupps, da kommt noch ein Fluggast auf den Platz neben mir – Kölnfan! Wir reden ein bisschen über unsere Vereine und heben 1,5 Stunden später um 12:39 als geplant ab.

Eigentlich hätte ich diese Zeit in Madrid verbracht und hatte den Plan, dort etwas zu essen und Zigaretten im Duty Free zu kaufen. Auch der Plan ist hinfällig. Was denn noch alles? Um 14:26 bleiben mir in Madrid nur 10 Minuten für 10 Minuten Fußweg. Ich schaffe es, dieses Flugzeug ist wenigstens pünktlich. Um 17:55 lande ich in Frankfurt, muss den Sicherheitsbereich verlassen und fahre mit der Magnetbahn zum Terminal A.

Jetzt muss ich mich entscheiden, ohne Bordkarte für den Lufthansaflug nach Berlin noch einmal durch die Sicherheit (keine Ahnung ob das überhaupt geht) oder ICE nach Berlin. Okay, ich frage den Sicherheitsmann wo ich eine Bordkarte bekomme und er lässt mich einfach durch – Glück gehabt. Ich eile zum Flugsteig. LH200 ist überbucht sagt mir die Frau am Schalter. Ich teile ihr mit, dass ich auch Stehplatz nehme – Hauptsache Berlin!

Sie lächelt: „Wir nehmen Sie auf jeden Fall mit, kommen Sie kurz vor Abflug noch mal zu mir.“ Erleichtert suche ich mir erst einen Imbiss, dann den Raucherbereich und telefoniere mit meiner Frau. Sie war die ganze Zeit besorgt um mich, wollte mich aber nicht noch mehr stressen, als ich ohnehin schon war. 19:55 Uhr mit Ticket und Fensterplatz startet die Maschine mit mir Richtung BER. Puh!

Um 21:00 Uhr Landung, 21:35 Uhr mit dem FEX, der S-Bahn und der M13 nach Hause. Es ist 22:21 Uhr als ich die Tür aufschließe – endlich!! Wenig später trifft meine Frau ein, die mich beim Geburtstag vertrat.

Morgen geht’s pünktlich zum Spiel gegen Wolfsburg – das Ziel wird erreicht!


Und auch Katrin will nach Hause:

Samstag 17.09.2022

Das Taxi ist pünktlich und zügig am Flughafen. Und dort treffen wir auf gefühlt 1000000000 Menschen am Sicherheitscheck, die Halle ist voll. Es hilft nichts, geht nur mit vordrängeln und das klappt super. Um 7 Uhr startet der Flieger nach London, trotz Verspätung sind wir pünktlich. London soll sehr sehr voll sein, also plant Ronny um. Wir fahren mit dem Zug nach Brighton, wieder bei vollem Sonnenschein.

In Brighton

Ein bisschen durch die Stadt schlendern und zum Strand laufen, mal ans Wasser, nach 5 min wird Ronny von einer Welle erwischt: Socken undSchuhe sind nun pitschnass …

Wir suchen uns einen Imbiss, denn Fish & Chips muss sein. Gemütlich in der Sonne verweilen. Socken und Schuhe stehen zum trocknen in der Sonne, passt. Herrlich! Gegen 13 Uhr stehen wir am Bahnhof, aber alle Züge werden gestrichen. Hilft alles nichts, TAXI!! Und wir schaffen es pünktlich zum Flughafen.

Alles können wir zügig über uns ergehen lassen. So, dass wir uns einen Tisch suchen und in aller Ruhe etwas trinken können. Langsam merken wir, was wir erlebt haben und freuen uns, auf unsere eigenen Betten.

Die Sonne genießen

Der Flug geht zu spät, tolle Bilder sehen wir beim Start und dann ist es dunkel. Als wir landen sehen wir eine Waldbühne mit Festbeleuchtung und das Olympiastadion in bunten Farben. Endlich wieder in Deutschland, pünktlich. Nun noch eine lange Schlange an der Passkontrolle. Ronny und Nadine sind mit dem digitalen Pass besser dran und bereits los.

Ich erwische sofort die S-Bahn, bin somit zügig im Auto und 21.30 Uhr zu Hause. Und wie Mara immer sagt:”Pullern, Duschen, Zähneputzen, ab ins Bett!”

Es war schön, sehr schön mit Euch! PORTO/BRAGA mit Euch, bleibt für immer eine meiner Schönsten Erinnerungen! – DANKESCHÖN- Eisern Union


Und zu guter letzt und ganz entspannt kommt auch Tom wieder am Samstag nach Berlin:

17.9.22 Porto

Gegen 10 mache ich mich auf den Weg zum Flughafen, nicht ohne vorher noch für die Daheimgebliebenen einige Pastel de Nata zu kaufen. Mit lediglich 45 Minuten Verspätung Abends in Berlin scheine ich einer der wenigen zu sein, die eine entspannte Rückreise hatten.

3 Antworten auf „Alle in Braga“

  1. Das war eine tolle Idee, verschiedene Reisebericht verschmelzen zu lassen. Danke Carsten, für diese Zusammenfassungsschnippelei!!!!
    Auf geht’s nach Malmö, für einige demnächst. Ich freue mich, auf Euren Bericht & Eure Erlebnisse

    1. Dass Du auf Wortspiele wie breit in Brighton oder “always look…” verzichtet hast, lässt mich noch grübeln, ob ich es gut oder schlecht finde. 🙂

  2. Hallöchen alle miteinander,
    Au Backe, das ist ja schon nen bisken arg hardcore gewesen mit der An-und Abreise der VerfasserInnen…Für mich war es da doch sehr entspannt…Flieger Bordeaux-Porto-Flughafenbus nach Braga in Wartepositon, und schwupps, na o.k., mit der dritten Welle um 19.55 im Stadion gelandet…dazu die tolle Begrüssung von der “Reisegruppe Grenzenlos” im Block…ganz grosses Kino für mein erstes Europapokalerlebnis, Grazie Mille…
    und last,hopeefully not least,eure Reiseberichte hier auf der web.site. Sie sind ne Wucht in Tüten!
    Eiserne Grüsse aus Braga, vom Camping Municipale * oberhalb vom alten Braga-Stadion…und macht et jut, bis zum Rückspiel in Bärlin… euer Jo

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