Keen Grubengold für die Zechenpreller

oder: „Ramsdorf 2 4/5 – Rawhide Version“

Move ‘em up, head ‘em up!

Der Treck gen Westen sammelt sich in Adlershof. Die gemieteten Fuhrwerke werden mit Ausrüstung und Proviant beladen. Die Fuhrleute verabreden Haltepunkte. Nicht erst seit “1883” wissen wir, dass der Küchenwagen in einem Treck wahrscheinlich wichtiger ist als die Erreichung des Zieles selbst.

Damit sich niemand zurückgesetzt fühlt, verteilen wir den Proviant auf alle Fahrzeuge. Es mögen nicht tausend Meilen sein und schon gar nicht staubige, aber die kontinuierliche Versorgung mit Nahrung bei einer Tour auf der A2 ist jedem erfahrenen Reisenden klar. Wie oft hat man schon von Reisenden gehört, die noch Grüße von der Porta Westfalica sendeten und dann auf Nimmerwiedersehen verschwanden, weil ihnen der Proviant ausging?

Eigentlich sieht unser kleiner Fuhrpark gar nicht wie ein Treck, der gen Westen zieht, aus, was schon am Fehlen jeglichen Rindviechs liegen kann. Eher geben uns die ultramodernen Kleinbusse mit ihren abgedunkelten Scheiben das Aussehen eines FBI-Einsatzteams – bis zu dem Moment, wo wir aussteigen. Nach der ausgiebigen Frühstücks- und einigen P/R-Pausen rollen wir mit einer vierteltägigen Reisezeit in Ramsdorf ein und auch hier erregen die drei schwarzen Busse Aufmerksamkeit.

Nach der herzlichen Begrüßung, die angesichts unserer Invasion etwas von einer Papstaudienz hat, erholten wir uns bei Kaffee und Kuchen in der ersten wirklich wärmenden Frühlingssonne. Die nächsten Tage werden zeigen, dass die, die an Sonnencreme dachten, die Weitsichtigeren unter uns waren.

Die Hotelgruppe hat sich frisch gestärkt aufgemacht, um im Hotel Rave einzuchecken. Dort werden wir schon erwartet, den am Tresen sitzenden Biertrinkern sind wir auch nicht mehr so ein Ereignis. Hier im Schalker Land ist der Haufen fußballbekloppte Reisender aus Berlin mittlerweile ein vertrauter Anblick. Schließlich sind wir zum zweiten Mal hier. Zurück im Basislager scheint die Stunde für erste geistige Getränke gekommen zu sein. Befreit vom Durst des Körpers machen wir uns auf dem Weg zur auch im zweiten Jahr beeindruckend großen Kirche von Ramsdorf, um den Durst der Seele zu befriedigen.

Alle Messen gesungen

Es begab sich aber zu einer Zeit, so steht es geschrieben, dass nicht nur des Herrn Wege unergründlich schienen, sondern auch die des Herzensvereins. So erschien es uns in der Präparierung dieser Pilgerfahrt opportun, alle wahrscheinlichen höheren Kräfte anzurufen. Sicher ist sicher.

Wie einst Konstantin, der der Legende nach, sich noch auf dem Sterbebett taufen ließ, nahmen wir die Gelegenheit wahr, uns des Wohlwollens von oben, von janz weit oben, zu versichern. Gleich dem großen Konstantin ist unser spiritueller Sockel, auf dem wir fußen, ja mehr von einem polytheistischen Ansatz geprägt. Unsere Opfergaben sind ja eigentlich mehr verschüttetes Bier statt entzündeter Kerzen. Dennoch ist unsere Messe, völlig jeden blasphemischen Gedankens frei, von auf Orgel adaptierten eisernem Liedgut und einem ganz wunderbar vorgetragenen Gedankenkonglomerat zu Demut im Fußball bzw. jeden sportlichen Wetttstreites und der Größe die eigenen Ziele, sportlich erreichen zu wollen, getragen:

Unioner … und Ramsdorfer!

Das Spiel, dem zu zugucken, wir verfallen sind, ist sicher nicht das Wichtigste im Leben. Vieles ist bedeutender und doch bewegt es unsere Herzen mehr als manch wichtiges Lebensereignis. Wer hat schon seinen Schulabschluss beweint?

Entscheidende Niederlagen wie überraschend sensationelle Erfolge trieben uns aber die Tränen in die Augen. Es sind Tränen der Demut, weil dem Überschwang der Gefühle die Niedergeschlagenheit des Realismus über Jahre voranging. “So kleidet kein Gewand schöner als die Demut”, weil wir auf unseren lichten Gipfeln die tiefen Täler nicht vergessen haben.

Es gibt Tage, besonders Spieltage, an denen alles in den Hintergrund gedrängt wird. Da geht es nicht um Leben und Tod. Selbstverständlich geht es um mehr. Es geht um Punkte. Punkte, von denen wir eindeutig mehr verdient hätten, aber nun doch vermutlich ausreichend.

In diesem Raum reden wir nicht von jenem verstoßenen, alles verneinenden Lichtträger. Nein. Und wir reden auch nicht von dem geworfenen Lichtbringer, dessen Einschlag bis heute wirkt. Wären wir katholischer, hätten wir Kerzen angezündet und Frühmessen für Drewes gespendet. Wenn es dem VfL die Klasse hält, dann sind wir so schön in Demut gewandet, dass es uns leicht von der Zunge geht: “Gern geschehen!”

Wir haben es sportlich gemacht. Und so sind wir mit Guyla Lóránt einer Meinung, dass Bundesligaspiele keine russischen Wahlen sind, bei denen immer gewonnen wird. Deswegen fahren wir heute an die Castroper und bemühen uns auch im möglicherweise aufgehenden Glück, die Demut nicht untergehen zu lassen. Weil wir, wie Seneca, im Hoffen stets auch Zweifeln und nie ohne Hoffen zweifeln.

Lasst uns also demütig sein, jedes Jahr Bundesliga als ein Geschenk begreifen und dennoch mit den Worten des großen und unvergessenen Fußballphilosophen Franz Beckenbauer übermütig in den Spieltag gehen: “Drei Punkte sind besser als in die Hose geschissen!”

Eisern!

Nach dieser geistlichen Erbauung schreiten wir, vom Licht des Fußballgottes angemessen erleuchtet, zu den etwas niederen Erbaulichkeiten des Körpers und besuchen das Anna van’n Hook, jener genossenschaftlich betriebenen Kneipe, deren Berliner Fraktion immer größer zu werden scheint. Der straffe Zeitplan erlaubt zu unserem Glück nur zwei Genossenschafts-Bier. Denn in unserem floralen Basislager erwartete uns ein opulentes Grillgelage.

Soviel lukullischer Genuss muss aber reichlich begossen werden. So fließen Anis-, Persico- und Nusslikör in Strömen aus den Flaschen in unsere Kehlen. Mit ein, zwei Konterwasser zu wenig wagt sich der Zeilenknecht kurz nach Einbruch der Dunkelheit gegen Mitternacht auf den beschwerlichen Weg zum Hotel.

Oranje in Bocholt…

Nach einem dreiteiligen Frühstück, ganz im Geiste der katholischen Trinität, splitterte unsere Gruppe in verschiedene Vormittagsaktivitäten auf. Die Einen wollen die Auswirkungen der Sonneneinstrahlung auf die Rasentiefe des Gartens überprüfen, die anderen die nähere Umgebung per pedalis.

Die wirklichen Coolen aber wollen im nahen Bocholt Bouldern gehen und nehmen ein Quintett von weniger sportiv inspirierten Stadtguckern mit. Wozu klettern trainieren, wenn es doch Fahrstühle gibt? Bocholt, die drittgrößte Stadt des Münsterlandes, grenzt im Norden direkt an die Niederlande und im Südwesten an den Landkreis Wesel, der vornehmlich für den in Schluchten widerhallenden Namen seines Bürgermeisters bekannt ist Bocholt und Berlin verbindet oberflächlich betrachtet wenig, aber die gemeinsame Zugehörigkeit zur Hanse ist ein über die Jahrhunderte reichendes Band. Es scheint uns somit nicht grundlos nach Bocholt gezogen zu haben.

Mit unserem morgigen Gegner hat sie obendrein das „Boch…“ gemein, was wohl in beiden Namen auf Buchenholz verweisen soll. Das Ensemble um das alte Rathaus Bocholt herum könnte so auch in jeder x-beliebigen niederländischen Stadt so stehen. Und das nicht nur wegen der vielen, vor dem Königstag geflohenen Niederländer.

Den Marktplatz säumen, neben dem Rathaus, rekonstruierte Bürgerhäuser, die von einem einst florierenden Geschäftsleben künden. Der Platz selbst ist eine Spur zu sehr mit Aussengastronomie belegt, die ihm seinen Raum nimmt. Grenzstädte zeigen einem eigentlich recht deutlich wie absurd das Ziehen einer abgrenzenden Linie ist.

Von Ferne, von Berlin aus zum Beispiel mag das eine klare Trennung sein, hier wir, dort die. Aber je näher man herankommt, erkennt man wie sehr alles miteinander im Zusammenleben zusammenfließt. Das Hüben und Drüben ist nur für den verwaltungstreibenden Teil der Gesellschaften von Bedeutung.

Als ein Teil des eigentlichen touristischen Problems entziehen wir uns der Überfüllung in die kleinen Gässchen rund um Platz herum. In einer kleiner Bar überkommt uns eine Erinnerung an einen neapolitanischen Vormittag im November. Mit Aperol Spritz geben wir dieser in der Sonne sitzend einen würdigen Rahmen. Auf dem Weg zum Zusammenschluss mit unserer kletternden Seilschaft begegnen uns einige Gruppen von Frauen, die sich wegen ihrer einheitlichen Bekleidung als Mitglieder von Schützinnenvereinen zu erkennen geben.

Den Vogel abschießen!

Das Besondere dieser Begegnung perlt an uns, ob unserer Unkenntnis, einfach ab. Denn im Laufe des Nachmittags werden wir lernen, dass die Schützenvereine eine reine männlich-geprägte Kultur und Frauen meist nur Staffage sind. So haben sich eben eigene Schützinnenvereinen gegründet, die dann ihre eigenen Schützfeste veranstalten.

Für den verwöhnten Café-to-go-im-Mehrwegbecher trinkenden Großstadtmenschen sind so manche Phänomene des ländlichen, kleinstädtischen Raumes zugleich faszinierend wie verwirrend. So sind einige von uns ja nicht grundlos Kneipengenossenschaftler geworden. Diese Form des gelebten Gemeinsinnes hat uns sehr beeindruckt, dass wir an ihr teilhaben wollten.

Die Tradition des Schützenfest hingegen ist für uns sicherlich der verwirrende Teil. Historisch entstanden sind sie aus einem bürgerlichen Engagement, um die eigene Stadt gegen Plünderer zu verteidigen. In Ermangelung einer unabhängigen Ordnungsmacht organisierte man sich in Bürgerwehren, deren Ruf in heutiger Zeit deutlich ruinierter ist als damals. Da man das Schießen und vermutlich auch das Laden und Zielen üben musste, traf man sich zu ebendiesen Schützenfesten.

Schon in den vermeintlich guten alten Zeiten hatte man diesen ausgeprägten Sinn für die Verknüpfung des Nützlichen mit dem Angenehmen – also einem mehr oder weniger größeren gemeinsamen Umtrunk. Im Laufe Jahrhunderte wurden die Plünderungen subtiler, sodass die physische Gegenwehr als Übungsgrund eigentlich entfiel. Vermutlich wollte einfach niemand den Umtrunk aufgegeben, weswegen man weiter Schützenfesten veranstaltete und es beim Abschießen des Vogels beließ.

Dem ignoranten Großstädter ist das natürlich alles ein weitgehend unbekanntes Brauchtum, das ihm im günstigen Fall satirisch oder arlarmistisch in den Medien präsentiert wird. Bestenfalls ist noch das Vogelabschießen und dass der, der das letzte Teil des meist hölzernen Geflügels trifft, fortan ein jähriger Schützenkönig ist, bekannt.

Doch weit gefehlt. Um diese dunklen Stellen unseres Wissens zu erhellen, machen unsere Ramsdorfer Natives mit uns einen kleinen Exkurs in die Welt des vereinsmäßigen Vogelabschießens. Bevor es losgeht, müssen wir aber mit großem Tschingerassabum dem Ort verkünden, dass wir einen Schützenkönig oder entgegen der noch sehr verbreiteten Konvention eine Schützenkönigin aussschießen.

Wäre es nicht Ramsdorf, sondern Jericho gewesen, wir hätten angesichts der Spielfreude Mauern zittern sehen können. Zum Glück allen Mauerwerks waren wir lediglich mit drei Piccolo-Flöten und einer grandiosen Pauke unterwegs. Vor dem örtlichen Standesamt werden von diesem Umzug nicht nur für die Nachwelt Fotos gemacht. Manches kann gegen uns verwendet werden. Mit gleicher Lautstärke kehren wir in den zum Schützenplatz umfunktionierten Garten zurück. Dort wurde der abzuschießende Vogel aufgestellt.

Zur Sicherheit aller Anwesenden, inklusive der Fenster und zur Vermeidung unnötigen Feinstaubes verzichten wir auf Pulver und Blei. Stattdessen verwenden wir zusammengepresste Luft als Treibmittel und Holzstäbe als Projektil. Das historisch kleine Aufbegehren gegen die feudale Obrigkeit wird auch daran deutlich, dass der Vogel Zepter und Reichsapfel in den Krallen hält, die man für Sonderehrungen abschießen kann.

Einige hundert Schuß später, so ein Schützenvogel ist kleinteiliger als man gemeinhin annimmt, haben wir mit dem letzten Treffer alles ausgeschossen. Die den Vogel haltende Scheibe stand blank in der Sonne dar. Wir ehrten den Schützen als König. Im wahren Leben ist da weniger Ehre als gesellschaftliche Verpflichtung für einen Schützenkönig.

Dieser nahm sich aus unserer Mitte eine Schützenkönigin, für den monarchistischen Ausgleich war es eine, der zwar sich der Waffe verweigerte, aber dem Trunke danach nicht. Es wurde viel Klebriges ausgeschenkt und mit weniger Klebrigem heruntergespült. So geht gesellschaftlicher Ausgleich.

Der weitere Abend klingt bei Grillgut und vielfältigen Getränken lange aus.

Nach Bochum, Canaillien, auf, nach Bochum

Am frühen Sonntagmorgen werden die akustisch sensibleren Mitfahrenden über die Intensität des morgendlichen Glockengeläut einer Kleinstadt ungewollt unterwiesen. Nach einem weiteren dreigeteilten Frühstück – Hotel, Bäckerei und Basislager müssen wir schon alles für die baldige Abreise aus Ramsdorf vorbereiten, denn der eigentliche Reisegrund naht.

Nach einer zwar herzlichen, aber nicht ausreichend Dank sagen könnenden Verabschiedung zieht es unseren kleinen Treck wieder gen Osten nach Bochum. Die Ortskenntnis unseres Fahrenden und unserer Navigierenden führt uns an so mancher romantischen Stelle des Ruhrgebietes vorbei. Hyperpünktlich kommen wir auf dem Parkplatz an und sind nach kurzer Wegstrecke mitten durch Bochumer Fans (Spoiler: wir haben alle überlebt) exakt zur Stadionöffnung am Gästeeingang.

Die Vorzeichen hätten dramatischer sein können, als sie es dann waren. Denn neben fehlenden Punkten hätte auch unsere Bundesligazugehörigkeit zur Disposition stehen können. Dank des in Frankfurt begonnenen Ungeschlagen-Laufes war dies nur noch für die in blau Auflaufenden ein sportliches Ziel.

Im Sinne der öffentlichen Ordnung und der sicheren Durchführung des Spiels haben wir die einzig sichere Pyrotechnik, die in Spielen gegen den VfL bleibende Schäden bei Spielern verhindert, gesorgt – nämlich aufblasbare Fackeln. Da aber im Leben nichts wirklich ungefährlich ist, muss natürlich auch solch unsoziales Verhalten kontrolliert werden. Denn Ligyrophobiker können sicher nicht entspannt neben einem aufgeblasenen Objekt stehen, wo die Gefahr des unvermittelt lauten Berstens förmlich in der Luft schwebt.

Unter diesem Aspekt muss man den gewissenhaften Ordnungskräften beim Einlass Respekt zollen, dass sie diese gefährlichen Gegenstände, unserem, nicht nur am gefährlichsten aussehenden, sondern durch Extrem-Bouldern in Bocholt auch austrainiertesten Fanclubmitgliedes abgenommen worden. So stand einem sicheren Verlauf des Spieles nichts mehr im Wege.

Wenn nur gedrosseltes Bier ausgeschenkt wird, dann kauft der erfahrene Unioner einfach die doppelte Menge. Die Zeit bis zum Anpfiff vertreiben wir uns damit, bewegte Bilder vom Frauenspiel gestreamt zu bekommen. Die Idee hatten einige von uns, so dass sich dies recht schleppend gestaltete. Am Ende gestalten unsere Frauen ihre Spiele in der Regel recht spannungsfrei, so dass wir uns der Vorbereitungen vor Ort widmen können.

Natürlich gibt es eine kleine Choreo mit Feuerzeugbezug. Mir persönlich wurde zuviel Absteiger gerufen, auch wenn es nach unserem Führungstreffer der Fall war. Freddie hält dann noch einen natürlich völlig zu Unrecht gegebenen Elfmeter, aber leider nicht fest, so dass sich der VfL einen kleinen Silberstreif bewahrte. Dafür haben sie Diogo versehentlich kaputt geschossen und leider hat die Bochumer Szene dann ein wenig an sportlicher Fairness vermissen lassen.

Egal, was sie im Nachhinein sagen, sie haben weiter gesungen, während ein Spieler mit Notarzt auf dem Platz behandelt wurde. Unsere erneuten Absteiger-Rufe fand ich auch hier nicht angemessen. Ein aufmunterndes “Auf die Fresse!” wäre es gewesen. Zur Ehrenrettung muss man natürlich auch sagen, dass bei Diogos Abtransport weite Teile des Stadions applaudierten.

Unsere Rückfahrt ist von dem nahenden Montag geprägt. Es gibt noch Eltern die Wert auf die schulische Ausbildung Wert legen und dass ihre Kinder halbwegs ausgeschlafen dem Lehrpersonal das Wissen aus den Adern saugen. So endet eine weitere Fanclubklassenfahrt, für die wir uns wieder einmal gar nicht genug bedanken können.

Und doch versuchen wir es hier noch einmal mit einem “Danke! Danke! Danke!”

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